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I have arrived!

Nach einer guten KLR-Klausur und einer mittelprächtigen in Marketing, einer Abschiedszene mit meinem Kurs WHD 07 und der Primondo-Crew (werd euch und unsere Parties bis nächsten Juni vermissen *liebguck*), fuhr ich ca. 10:30 Uhr von Ravensburg los nach Bratislava. Die Fahrt war echt anstrengend, gegen 14:30 erreichte ich Austria. Und ab 15 Uhr wurde ich immer müder, da ich vorhergehenden Nächte immer recht lang gelernt habe und die ganze Anspannung nach den Klausuren abfiel. Gegen 17:45 war ich dann in der Slowakei und somit fuhr ich dann direkt auf Bratislava zu. Echt ein krasser Blick... riesige Brückenkonstrukte, darunter die Donau, dann Wald und dahinter etwas, dass wie ein riesiges, knallbunt-angestrichenes Chemnitzer Heckertgebiet aussieht - Bratislava.

Vielleicht ließ ich mich ja vom Blick auch etwas ablenken (wär möglich ;-)). Jedenfalls funktionierte mein Navi die ganze Fahrt über super. Aber natürlich musste es sich wegen einem Wackelkontakt ausgerechnet bei einem riesigen Autobahndreieck mit 3 Autobahnbrücken übereinander ausschalten! *seufz* Tja, und so hab ich mich dann verfahren. *grrr* Aber so lernt man zumindest die Umgebung kennen Ich fuhr direkt an einem riesigen Einkaufszentrum vorbei und es dauert bestimmt 20 Minuten bis ich wieder auf der richtigen Straße war.

18:30 erreichte ich dann also meine zukünftige Adresse. Ich war als Erstes überfordert zu parken. Ja, jetzt denken die Typen wieder sicher, dass ich das eh noch nie konnte (und hey, das stimmt nicht - es ist echt besser geworden :P). Nein, die Parklücke war riesig, nur leider auch der Bordstein, auf den man fahren muss - bestimmt 20 cm hoch. Und auch wenn ich meinem kleinen Auto sonst viel zumute, dass tat mir dann doch etwas um die Winterreifen leid...

Dann fiel mein Blick auf das Haus. Eigentlich eine moderne Architektur, die einem aber durch den hässlich, abblätternden Putz erst beim 2. Blick ins Auge fällt.

Dann klingelte ich und Sonja, eine ziemlich aufgetackelte Mittdreißigerin und gleichtzeitig die Schwiegertochter meiner Vermieterin, öffnete und zeigte mir kurz die obere Etage. Ihr Sohn half mir dann, die gefühlten 50 Koffer/Beutel/Taschen in das obere Stockwerk, dass ich ganz für mich allein haben werde, zu tragen. Dann gingen die beiden bald. Meine Vermieterin kommt heute aus dem Krankenhaus, ich werde sie also später kennenlernen - ich bin ja gespannt.

Als Sonja und ihr Sohn gegangen waren, hab ich mir erstmal die Wohnung angeschaut - sie ist riesig. Neben ein sicherlich 20 qm Küche und 25 qm Wohnzimmer, gibts ein Gästezimmer (so 8 qm - das ist die Größe von Zimmer, in der ich sonst in RV oder Nürnberg wohne) und ein Bügelzimmer, in dem ein Bügelbrett steht. Ich glaube nicht, dass ich das je wieder betreten werde, ich hab kein Bügeleisen dabei und brauch das auch nicht grad vordergründig Aber was mir echt gefällt, der Flur mit einer Länge von mind. 8 Metern bei einer Breite von 2 Metern. Auf dem Flur liegt ein roter Teppich (*lol*) als Läufer. Dieser Läufer endet vor einem Ganzkörperspiegel - in anderem Worten: ich kann optimal an meinem Germany`s Next Topmodel Gang arbeiten Wenn ich davon genug hab, kann ich auch auf einem meiner 2 (!) Balkone zum Volk (bzw. zum Gartenteich :P) sprechen.

Im Wohnzimmer steht auch ein TV, ich hab mal durchgezappt - erstmal ohne Ton, ich hatte Kopfweh und wollte nur schauen, welche Sender es gibt. Wirklich, anhand der Optik der Moderatorinnen konnte man die Nationalität ablesen Nur einem schiefguckenden altem Nachrichtensprecher war ich mir unsicher, aber dann fiels mir auf - achso, BBC. Ansonsten empfang ich neben 40 slowakischen auch 2 österreichische Sender und VH1. Es lebe das Musikfernsehen! *yeah* Natürlich hab ich neben dem ganzen anderen Kram auch mein Notebook ausgepackt und mein PC sieht 2 ungesicherte Netzwerke, jedoch hab ich noch nicht die optimale Position gefunden, in der der Rechner auch eine Verbindung herstellen kann, die Verbindung war gestern zu schwach. Zum langen Rumprobieren hatte ich aber keine Lust, war total müde. Hab dann noch mit Marc telefoniert und bin so 21 Uhr ins Bett, war aber so aufgewühlt, dass ich erst 1:30 Uhr eingeschlafen bin, bis sich jemand um 4 Uhr besonders witzig fand und geklingelt hat. Natürlich hab ich mir nicht die Blöße gegeben und bin somit auch nicht in meinem Schalfanzug zur Tür gewackelt.

Heute früh bin ich um 7:45 Uhr aufgestanden. Sonst bin ich ja der Frühaufsteher und in 25 min fertig, aber heute war es echt schön, etwas zu trödeln. Ich habe also den tTag mit der Begehung meiner Balkone gestartet *hihi* Dann ins Bad, hübsch machen. Cappu getrunken und während ich auf Frau T. (Personalchefin bei Quelle SK, die mich 9 Uhr abholen wollte) gewartet habe, bin ich im  Flur auf- und abgeschritten *smile* Frau T. und der Fahrer kamen im großen, silbernen Audi mit Quelle-Schriftzug an der Seite an. Sie war echt total lieb, spricht sehr gut Deutsch, hat in Leipzig studiert. Wir sind zum Bahnhof gefahren und haben mir für ca. 60 € ein Ticket für den Nahverkehr gekauft. Sie hat mir gezeigt, wo ich in den Bus einsteigen muss, wo er langfährt und wie ich zu dem Bürogebäufe komm, in dem Quelle sitzt. Dann sind wir das Organigramm durchgegangen. Jaaa, und wie das so ist: ich habe dann zu jedem Namen, der auf dem Organigramm stand, ein Gesicht zu sehen bekommen. Bei 90 Leuten mit komischen Namen könnt ich euch denken, wieviele Personen ich zuordnen kann *g* Im Marketing sitzt Gabi (glaub ich zumindest) und sie ist grad fertig mit dem Studium, spricht fließend Deutsch, wohnt unmittelbar in meiner Nähe und sie erklärte sich sofort bereit, mich zu beschäftigen. Das ging in der Mittagspause los.

Apropos Pause, hier gibts so ein lustiges Gesetz, dass der Arbeitgeber dafür sorgen muss, dass die Mitarbeiter die Möglichkeit haben, in der Pause eine warme Mahlzeit zu sich zu nehmen. Es gibt also Essensmarken, eine pro Arbeitstag im Wert von 100 SK (3,30 € , die man in Supermärkten oder Restaurants einlösen kann, aber kein Wechselgeld rausbekommt. Mit so einem Coupon habe ich heute meinen Salat mit Schafskäse bezahlt. Ich habe Gabi (?) wegen einem günstigen Handynetz für eine Prepaidkarte gefragt und sie hat mir angeboten, dass ich ihre bekommen kann. Das ist super, so entstehen mir keine Extrakosten für die SIM-Karte, sondern ich zahl nur das Aufladen. Jetzt warte ich grad auf sie, Gabi und ich fahren mit dem Bus zusammen heim, kaufen voher die besagte Prepaidkarte und organisieren mir einen Stadtplan, damit ich im Fall eines Orientierungsverlusts zurechtkomme. Nachher möchte ich noch einkaufen gehen. Es gibt wohl Coop und Billa in meiner Nähe.

Heute hatte ich auf Arbeit noch keine richtige Aufgabe, alles wuselt herum wegen dem Geschäftsjahresabschluss und die Chefin meiner Abteilung Vertrieb/Quelle Shops hatte Urlaub. Aber sie kommt morgen. Heute habe ich einiges Organisatorisches klären können.

Ich mach nun Feierabend, Gabi kam eben. Fotos und weitere Einträge werden folgen. 

*winke* eure Melli

 

 

 

 

3 Kommentare 1.10.08 16:48, kommentieren

Meeting the Vermieter und Start in den Alltag

Sicherlich heißersehnt und endlich sind sie da – frische News aus dem Ostblock :-P Ich dachte ja, euch spektakulär von meinem Versuch  erzählen zu müssen, den Gasherd zu bedienen und wie ich mir dabei dir Haare angesengt habe, aber an dieser Stelle muss ich euch enttäuschen. Peinlich wird’s aber trotzdem, denn ich habs ja als Nichtraucher normalerweise nicht so mit Feuer. Das heißt, ich kann kein Feuerzeug bedienen, aber scheinbar macht man so einen Gasherd auch nicht mit einem Feuerzeug an, dass Ganze könnte ja in die Luft gehen. Jedenfalls hab ich so einen Gasherdanzünder zum Draufdrücken, wo die Finger weit weg von der Flamme sind und mir nichts passieren kann. Aber daran bin ich gar nicht gescheitert, nein, viel früher.

Jennifer, meine Vormieterin, die bis vor 2 Wochen hier gewohnt hat, hatte mir gesagt, ich soll den Herd anstecken. Ähm… irgendwie konnt ich keine Steckdose finden, aber hatte doch so einen Megahunger auf Nudeln. Nachdem meine Verlängerung auch nicht gereicht hat, bin ich also die Treppen zu meiner Vermieterin getapst, hab geklopft, ihr mit Zeichensprache verstehen gegeben, sie soll mitkommen. Dann stellte sich heraus, dass man einen Gasherd nur anstecken muss, wenn man den Ofen benutzen will. Ähm upps *rotwerd* Natürlich hab ich das überspielt und so getan, als wollte ich das nur mal testen *hehe* Dann war meine Vermieterin auf einmal ganz energisch, meinte, ich solle mitkommen und lief ins Wohnzimmer. Dort zeigte sie auf „stolje“ (und ich wusste schon bei „stolje“, dass sie den Tisch meint ohne ihre Gestik gesehen zu haben – danke an meine Russischlehrer für ihre Mühen, das hilft ihr echt, die grundlegenden Dinge zu verstehen) und gab mir zu verstehen, ich soll ja nichts Heißes auf das Holz stellen. Sie zeigt auf Tassenabdrücke auf dem Tisch, guckte verärgert und hob drohend den Finger.

Als ich in meinem letzten Eintrag geschrieben hatte, ich werde das Bügelzimmer nie wieder betreten, hab ich mich getäuscht. Nachdem mich meine Vermieterin noch aufs Staubsaugen hingewiesen hatte, schien sie wohl an meine Hausfrauenkompetenz (die sicherlich versteckt irgendwo schlummert) entdeckt zu haben. Sie sagte doch plötzlich aus heiterem Himmel, ich solle warten, rannte runter und kam dann stolz mit einem Karton in dem ein High-Tech-Bügeleisen drin ist, wieder. Ich hab nur nett gelächelt und mich bedankt.

Obwohl ich schon das Gefühl hab, die Frau wird hier immer mal eine Stippvisite machen, ob noch alles in Ordnung ist, war sie zur Begrüßung echt nett. Als ich heimkam, hatte ich sie telefonieren hören, wollte nicht stören und ging nach oben. Kurz darauf, hört ich was an der Schiebetür, die von meiner Wohnung zum Treppenhaus geht, ruckeln hören. Da stand sie dann also. Und dann hat die alte Frau mich wie ganz selbstverständlich gedrückt – ähm, und ich bin doch etwas schüchtern

Jedenfalls will ich mir das hier nicht mit der Frau vermiesen, lief schon in den ersten 2 Phasen in Nürnberg nicht immer alles mit den Vermietern optimal, deshalb… Ich hab noch nicht rausgefunden, wie das hier mit der Mülltrennung funktioniert. Aber ich finds toll, dass Quelle SK so megaengagiert in Umweltbelangen ist. Vorbildlich, vorbildlich! *stolz guck* Quelle selbst hat den Sitz in einem großen Bürogebäude. Der Vertrieb sitzt im 5. Stock, man muss also mit dem Aufzug fahren und der macht mir echt Angst. Muss morgen direkt mal nach einer TÜV-Plakette suchen, wann da die letzte Überprüfung war, mhmm.

Nach der Arbeit hab ich ja gestern noch Geld für meine slowakische Handynummer aufgeladen. Leider haben Gabi und ich nicht rausbekommen, wo die nächste Touriinfo ist. Dann sind wir Bus gefahren, und zwar Trolleybus. Die Bezeichnung kenn ich aus dem Russischen, hab das da aber nie für voll genommen. Die slowakische Bezeichnung mit „elektronskoi bus“ kommt der Sache näher: Busse an Elektroleitungen, so ähnlich wie bei einer Straßenbahn. Krass, wie alt die Innenausstattung ist – noch richtige, mittlerweile total abgelutschte Ledersitze. Leute ab 100 Kilo brauchen 2 Plätze für ihren Hintern. Ziehharmonikabusse fahren hier auch rum, alles noch so, wie als ich 5 war. *hehe* Gabi  hat mir auch gezeigt, wo ich aussteigen muss, wenn ich zum Zentrum möchte und wo sie eine Touriinfo vermutet.

Dann bin ich ausgestiegen und wollte in den Supermarkt. Nur von coop wusste ich, wo der ist und nun renoviert der nicht bis Mitte des Monats? Wenn ich bis dahin nicht verhungern will, muss ich mich morgen mal auf Nahrungssuche begeben. Aber ich werde mit dem Auto fahren. Dann bin ich nämlich zu meiner Wohnung gelaufen – von der Entfernung her schon ok, aber ziemlich steil. (Als Vergleichsmöglichkeit für Schwarzenberger: wie von der Heider Grundschule bis nach Bermsgrün, nur dass sich die Steigung über eine längere Strecke zieht.) Jedenfalls bin ich heute so gegen 7:45 Uhr zur Bushaltestelle gewackelt, der Bus braucht ca. 20 min bis zur Arbeit. Eigentlich darf ich immer so 7:30 Uhr anfangen, was ich echt super finde, denn so kann ich den Nachmittag noch etwas nutzen, aber heute ging das noch nicht. Ich darf nicht allein im Büro sein. Mein Schreibtisch ist auch wirklich klein, aber das passt schon, denn dann passt auch nicht so viel Papier drauf

Mir gegenüber im Büro sitzt übrigens Mirka, eine Studentin, mit der ich Englisch spreche und die für mich gestern 5 mal die Typen von der EDV angerufen hat und 3 mal mit mir dort war *räusper* Sie ist nicht immer da und falls das der Fall sein sollte, übernehme ich ihre Aufgaben. Mit im Büro sitzt auch Marika, sie sie schon ziemlich alt aus, ich schätzte vorsichtig und freundlich guckend 45? Sie war gestern besonders eingespannt.  Ansonsten ist das Büro für 3 recht klein, ich sitz vor dem kombinierten Regal, dass teilweise als Garderobe zweckentfremdet wird. In dem Regal sind ganz viele Kartons mit Infos zu den über 70 Quelle Shops. An der anderen Wand hängt eine sehr goße Karte der Slowakei mit Stecknädelchen drin. So eine Stecknadel entspricht einem Quelle-Shop. Miska und Marika telefonieren viel. Und nebenher läuft entweder das Radio oder aber Marika lässt ihre Renaissance-CD (und ich meine Renaissance, sie hat mir das erklärt!) laufen. Da hör ich mich lieber die sich vor Schnelligkeit überschlagende Slowakisch der Nachrichtensprecher an oder freu mich, wenn Britney oder Justin trällern *hihi*

Nachher kommt ja meine Chefin, Frau V., sie sitzt im Nebenzimmer. Ich muss mit ihr die Lernziele (da fällt mir doch prompt als Schlagwort „learning by objectives“ ein *Augen verdreh*) klären und bin auf meine Aufgaben gespannt. Wird mal unauffällig anfragen, wie das so mit dem Außendienst ist *hihi* Aber an sich muss ich wirklich sagen, dass die Slowaken mich bisher sehr gut aufgenommen haben. Jeder mit dem ich bisher mehr als 10 Sätze gewechselt habe, hat mir seine Handynummer für den Notfall gegeben – und ich hab sie fleißig gespeichert, ist ja klar. Denn wir ihr mich kennt, tritt sicher irgendwann mal so ein Notfall ein *seufz* Bis dahin kann ich euch ja mit großen und kleinen Geschichten aus der Slowakei erheitern!

*winke* eure Melli!

1 Kommentar 2.10.08 08:38, kommentieren

Living, work and weekend

Nun pünktlich zum WE ist es soweit, ein klitzekleines Sahnehäubchen … – Melli hat sich mit der Technik vertraut gemacht und Sofa, Hundi und Küchenzeile haben gepost und hier könnt ihr das Ergebnis sehen   *Trommelwirbel und ein lautes tadaaa*


Den Anfang des kleines Rundgangs macht das Sofa. In mollig wohltuenden Schlammfarben, etwas Retro mit Struktur… Nicht schön, aber es erfüllt seinen Zweck. Die ähnlich naturbelassenen Farben finden sich auch im Teppich und der großen Schrankwand wieder. Von der muss ich euch kein Foto posten… stellt euch die Stube einfach als Milleuaufnahme eines Wohnzimmers im Quelle-Katalog für Herrschaften 65+ vor

Weiter zu dem Ort, an dem große Namen wie Tim Mälzer oder Ralf Zacherl aufblühen, nur eben ich nicht bei einem Gasherd – der Küche.


Das Schlusslicht des kleinen Rundgangs bildet das Schlafzimmer. Bei dem ständigen Umzügen dürfen persönliche Sachen trotzdem nicht fehlen. Die hab ich alle auf einem kleinen Tischchen positioniert.


Und hier mein farbenfrohes Bett. Da fällt mir nur noch ein „Do legts dich nieder!“


Gestern hatte ich auf Arbeit noch Aufgaben bekommen. Ich bin mit Miska in die Logistik gegangen und dort hängen Kleiderstangen voller Restbestände von aktuellen Klamotten. Wir hatten eine Liste eines wohl stylischen Quelle-Shops, welche Kleidungsstücke (z.B. 10 verschiedene Pullis für Typen in verschiedenen Größen) sie brauchen. Ja, und dann musste ich mich durch die ganze Unordnung wurschteln und die hippesten Sachen raussuchen – jaaa, ihr könnts euch denken, nicht wirklich einfach. Aber cool. Den restlichen Nachmittag habe ich kopiert.

Am Vormittag hatte ich meine Ausbilderin, Fr. V., kennengelernt, die aber nicht wirklich Zeit für mich hatte. Sie hat sich nur entschuldigt, dass jetzt eben alles wegen dem Jahresabschluss im Stress ist und es nächste Woche besser werden müsste. Ich hatte also noch keine Chance, Lernziele zu vereinbaren, geschweige denn nach einem möglichen Thema für die Projektarbeit zu fragen. Das ist blöd, denn ich hätte momentan wirklich Zeit dafür.

Da ich kein Slowakisch spreche, bekomme ich wohl hauptsächlich Aufgaben, die im Zusammenhang mit der FiBu bzw. Dem Controlling zu tun haben. Und Mirika meinte, wir werden viel reisen und uns die Shops anschauen Darauf hatte ich ja auch spekuliert – cool.

Gegen 16 Uhr bin ich heim und wollte ja eigentlich zu einem Supermarkt, aber auf der halben Strecke im Bus, habe ich mir das anders überlegt und war in der Innenstadt, um mir die Fußgängerzone anzugucken. Ich wollte nicht so früh nach Hause und da eh das Wochenende vor der tür steht, lohnt es sich  mehr, sich heute mit dem Auto in den Verkehr auf Nahrungssuche zu begeben.

Also bin ich zu MC Donald`s zum Essen gegangen. Gabi meinte, in der SK gibt es weniger als 10 Mcens *krass* Und seit Neustem haben die hier auch Kentucky Freid Chicken *bäh* Dann bin ich die Fußgängerzone nach einem Reischmann-/Frontlineshopersatz abgelaufen, aber komplette Fehlanzeige. Echt wenig Geschäfte. Naja, morgen werde ich also mal ins große Einkaufszentrum fahren, muss mich ja beschäftigen. Konnte noch niemanden dazu animieren, mich zu bespaßen Außerdem mach ich mich mal auf die Suche nach einer Touriinfo.

Ich wünsche euch also ein tolles verlängertes WE und einen schönen Feiertag!

*winke* eure Melli

7 Kommentare 3.10.08 09:28, kommentieren

Mein erstes WE in Bratislava

Mein erstes WE in Bratislava startete am Freitag mit meinem Feierabend um 17:15 Uhr, nachdem ich mich den ganzen Tag mit einem Rundschreiben an die Quelle Shops rumgeschlagen hatte. Mirika begleitete mich in die Stadt und zeigte mir die Touriinfo, wo ich mich mit Stadtplan und ein paar Sightseeingguides ausrüstete. Danach lief ich zu Tesco (Supermarkt) und holte ein paar Kleinigkeiten. Gegen 19:15 Uhr war ich dann zuhaus, telefonierte und guckte meine High School-Musical-DVDs. <img xsrc= Da ich leider kein RTL empfang, weiß ich nun nicht, ob Isa bei Mario Barth in Berlin auch in die Kamera gelacht hat!?

Apropos zuhaus, hier seht ihr die Junova ulica, die EIinbahnstraße, in der ich wohne. Gabi meinte, es sei eines der besten Viertel in Bratislava. Bisher sei noch nie ein Auto geklaut wurden. (Ich guck trotzdem jeden früh als Erstes aus dem Fenster, um zu schauen, ob es noch da ist. Außerdem hör ich immer die Polizei unten auf der Hauptstraße mit einem wirklich sehr beunruhigenden *njüümjümnjümm* (also wie in schlechen Ammifilmen) entlangbrausen. Da lob ich mir das deutsche *tatütata*.)

Vielleicht könnt ihr ganz hinten auf dem Bild mein Auto erkennen und es wegen dem furchtbar hohen Bordstein bemitleiden *seufz*

Und in der obersten Etage dieses Hauses wohne ich. Eine Bemerkung zum Putz hatte ich ja bereits abgegeben. <img xsrc=

 

Nachdem ich am Samstag lang ausgeschlafen hatte, bin ich mit dem Auto ins Kaufland gefahren. Bevor ich ausstieg, musste ich natürlich alle Vorkehrungen für meine innere Beruhigung alle  treffen, damit niemand auf die Idee kommen könnte, mein Auto zu klauen. Also Radiobedienteil abgebaut und mit dem Navi in der Handtasche verstaut, Lenkradschloss rein, usw.. Danach  war es voll der Act, einen Einkaufskorb zu ergattern, da bereits alle durch den Laden geschoben wurden. Also stellen sich potentielle Kauflandkunden blöd hintereinander in eine Reihe und versuchen dann den Leuten, die aus dem Markt kommen,  ihren Korb abzuluxen. Als das geschafft war, ging es also in den Markt. Und hey, wenn ich nicht aus Ostdeutschland kommen würde, wäre mir am Bananenstand ein dummer Spruch über den Eifer, den ca. 10 Slowaken vor einer kleinen Palette beim Aussuchen der schönsten und größten Stauden hatten, über die Lippen gehuscht. Das Kilo Bananen hat ca. 60 Cent gekostet, ich weiß nicht, ob das ein Grund ist, seine guten Manieren zu vergessen. Irgendwann war mein Einkaufskorb megavoll und es ging an die Kasse. Leider konnte ich die roten Schilder nicht entziffern und bin deshalb unsicher, ob die auch diese, mehr als 5 Minuten warten, 2,50 € kassieren-Aktion“ haben, denn normalerweise hätte ich dann Anspruch auf 5-7,50 € gehabt. Aber zur Verteidigung meines sonst unfähigen Kassierers muss ich sagen, dass er zumindest versucht, mich auf Englisch zu fragen, ob alles ok war. Nun gut. Dann bin ich wieder heimgefahren, denn mein Auto war trotz sehr vieler Roma vor dem Kauflandeingang noch da. Nachdem mein Navi auf dem Heimweg mehrmals den Geist aufgab, hab ich dann doch noch heimgefunden, den eingekauften Kram in sämtlichen Schränken verstaut und mich auf den Weg ins Einkaufszentrum gemacht.

Auf dem Weg dorthin gelang es mir, einen Trolleybus von innen zu fotografieren. Leider war das einer, bei dem die Ledersitze echt noch intakt waren. Jedenfalls seht ihr hier das Gefährt, mit dem ich mich am häufigsten durch die Stadt bewege.

Das Einkaufszentrum heißt Aupark (von Donau) und ist echt ein modernes Gebäude. Das Einkaufszentrum ist wirklich riesig, 3 Etagen mit über 260 Geschäften (zum Vergleich: Chemnitz Center mit über 120) mit Bowlingbahn, Kino und Fitnessstudio. Wie Tesco hat der Aupark auch sonntags geöffnet.

So Jungs,  bevor ihr die Augen verdrehen werdet, hier ein kurzer Warnhinweis, dass es im nächsten Absatz nur um Klamotten geht. <img xsrc= Aber ich muss meinen Girlies unbedingt von den Shoppingmöglichkeiten erzählen, um so vielleicht die ein oder andere (nicht wahr, NAD?) daran zu erinnern, dass sie mich mal besuchen kommen wollte.

Bevor der Bus hielt, hüpfte mein Herz in die Höhe, als ich durch die Glasscheibe des Gebäudes das Roxy-Logo sah. *yeah* Ich bin immer mehr davon überzeigt, dass die für mich produzieren *lol* Andere Highlights waren für mich tatsächlich 3 slowakische (ich nehme an) no-name-Läden mit wirklich ausgefallen Jeans und coolen Shirts zu echt günstigen Preisen. Aber natürlich gibt es mit H&M, C&A, Mango, Zara, Esprit (ja, auch Leipzigerinnen könnten fündig werden <img xsrc=) auch dieselben Stores wie in Deutschland. Ach liebe Feli, Reischmann sollte sich wohl nicht im Aupark ansiedeln, denn als Bonbons befinden sich dort u.a. noch ein Store von Guru, Hugo Boss, Strenesse, Tommy Hilfiger und Gant im Aupark. Die Klamotten liegen aber preislich ebenso hoch wie in Deutschland (z.B. Miss Sixty bei Peek&Cloppenburg) oder sogar noch etwas höher (Bsp. Lacoste).

Ich selbst habe am Samstag nichts gekauft, gar nichts. Eigentlich wollte ich mir einen Regenschirm holen, da es bis Freitag nur geregnet hatte und ich nicht immer pitsche-patsche-nass werden wollte. Aber ich habe keinen Regenschirm gefunden, nicht mal einen hässlichen. Und was macht man, wenn  man nicht das findet, was man möchte? Frau will Schoki!!! Im Kaufland hatte ich aber schon festgestellt, dass scheinbar Milka und Merci die oberste Schokoladeriege übernommen haben, umso mehr freute es mich, im Aupark ein Lindtgeschäft zu entdecken. Aber die Tafel, auf die ich spekulierte, kostete 3,98 € (in Deutschland 2,20 € – ich konnte mich also beherrschen und fuhr heim. Meinen Abend verbrachte ich mit kochen, telefonieren und „Wetten dass?“ gucken.

Am nächsten WE wird mein Abendprogramm sicher etwas abwechslungsreicher. Nach 2 Monaten sehe ich endlich Marc wieder und wir wollen Bratislava erkunden. Er kommt aus Tromso (Norwegen) und landet am Donnerstagabend hier in Bratislava. Er fliegt am 14.10. um ca. 5 Uhr wieder – aber bis dahin dauert es ja ein Glück noch.

Sonntag früh wurde ich von der Sonne geweckt *freu* Endlich schien sie. Nach ein paar Hausfrauentätigkeiten und 3 Chartshows auf VH1 war mir langweilig. Ich wollte das tolle Wetter genießen. Also hab ich mich in den Trolleybus geschwungen und bin an die Donau, genauergesagt Novy Most (Neue Brücke) gefahren, die ihr hier sehen könnt.

Dann bin ich über die Novy Most spaziert und hatte einen tollen Blick über die Donau und auf Bratislava, wo sich momentan viel verändert. Überall wird gebaut und zwar im großen Stil, sie wollen Twin Tower erreichten. Vielleicht seht ihr die vielen riesigen Baukräne ja im Hintergrund.

Dann entschloss ich mich dazu, noch ein bisschen entlang der Donau zu gehen. Dabei habe ich endlich die Burg, das Wahrzeichen von Bratislava entdeckt. Vielleicht besuche ich sie am nächsten WE mit Marc, mal sehen.

Der Spaziergang hat mich dann müde gemacht, ich bin wieder heimgefahren,  habe mich ausgeruht und ein Foto von meinem Balkon, der ans Wohnzimmer grenzt, geschossen. Das ist also die Sicht von meinem Balkon (mit 7fach-Zoom ausgereizt *lol*). Eigentlich müsste das das quietschbunte Heckertgebiet sein. <img xsrc= Ganz im Hintergrund seht ihr vielleicht auch die Donau.

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche. Ich werde am Mittwoch mit Marika nach Nove Zamky, dass ca. 60 km entfernt ist (hab mit meinen Fingern die Entfernung anhand des Maßstabes gemessen ). Dort wird demnöchst ein neuer Shop eröffnen, wir bereiten die Deko vor. *freu*

*winke* eure Melli

1 Kommentar 6.10.08 09:22, kommentieren

Projekt Freunde finden

Diese Woche war ich keine besonders fleißige Bloggerin *sorry* Aber es gab einfach nichts weiter zu berichten. Ok, am Montag hätte ich beinah meine Küche beim Versuch Apfelstrudel zu backen, in Brand gesetzt. Seit Montag versuch die Primondo-Crew einen günstigen Flug nach Durban (Südafrika) für Januar 2009 zu buchen. Und gestern war ich im Außendienst.

Ca. 8:30 Uhr sind Marika und ich im Firmenwagen nach Nove Zamky (Neues Schloss) gefahren. Bevor sie aber den Motor starten konnte, muss man bei den Autos hier mit dem Schlüssel die Gänge entsperren. Danach wird der Schlüssel ins Zündschloss gesteckt und los gehts. Ich dachte ja, Nove Zamky ist nicht weit weg, der Kilometerstand zeigte aber etwas über 90 km an, wir brauchten 1,5 Stunden dafür, haupsächlich Land-/Dorfstraße. Wir sind echt durch putzige Dörfer gefahren, in denen die Zeit echt stehen geblieben scheint. Die Häuser sind recht klein, meist verfallen. Es fahren noch richtige LPG-LKWs rum und es gab irgenwo noch einen richtigen Konsum *krass*

Der Quelle-Laden in Nove Zamky war aber echt super stylisch und hip. Die führen sogar Calvin Klein und 55dsl und nun eben auch Produkte von Quelle. Marika hat denen einige Sachen erklärt, wir haben Deko hingebracht. Danach waren wir noch in einem Dorf, wo jemand einen Quelle-Shop eröffnen möchte und hab die potentielle Räumlichkeit besucht. Überhaupt nicht schön, das kann dort nur floppen! Aber darüber entscheidet Frau V., für die wir alles mit der Digicam festgehalten haben. Um 16:30 Uhr waren wir zurück in Bratislava.

Dann musste ich mich beeilen, denn abends hatte ich hier zum ersten Mal was geplant. Vor etwa 3 Wochen hatte ich mich im Studivz einmal durch meine Bratsilava-Gruppe geklickt und ein paar Leuten gemailt. Manuel von BASF (auch BAler) hatte mir geantwortet und Bescheid gegeben, dass am Mittwoch ab 19 Uhr im Castum Pub ein Stammtisch von VW-Praktikanten stattfindet, zu dem er auch geht. Er mailte mir die Einladung und im Verteiler standen ca. 30 Mann, das hat mich natürlich eingeschüchtert . Aber da ich mich am WE bzw. diese Woche nachmittags gelangweilt habe und ich nicht will, dass mein ganzer Step so wird, bin ich in die Stadt gefahren. Vor dem Pub hatte ich aber Muffensausen, war bei der Vorstellung, zu einer eingeschweißte Gruppe zu kommen, kurz davor wieder umzudrehen. Dann dachte ich daran, dass die Primondo-Crew auch immer nett ist und das munterte mich wieder auf. Da kam so ein Typ, fragte: „Nonemzky?“ (Deutsch?) und dann stellte sich heraus, dass er auch zu dem Stammtisch wollte und keinen kennt. Also gingen wir zusammen hinein. Dort waren wir anfangs zu 6t und im Laufe des Abends über 20 Leute, von VW und BASF. Echt interessant. Ok, auch ein bisschen Gepose, wer den besseren Lebenslauf hat, aber das war ok. Und, ich konnte sogar Handynummern austauschen, das ist gut. Nächstes WE werde ich also hoffentlich etwas mit VWlern unternehmen.

Heute ordne ich ein paar Akten und war eben mit Mirka und „Kellerjungs“ (EDVler) in einer Creperia – sehr gut! <img xsrc= Gleich müssen wir wieder ein paar Sachen aus der Logistik holen. Außerdem hab ich heute die Geschäftsführerin von Quelle SK kennengelernt. Ach ja, Lernziele habe ich noch immer nicht, meine Betreuerin ist sehr gestresst, hatte gestern einen Zusammenbruch. Aber sie ist sehr nett und hat nichts dagegen, dass ich Freitag und Montag nur für ein paar Stunden zur Arbeit komme, um die Zeit mit Marc möglichst effektiv nutzen zu können. Das ist super! <img xsrc= Bevor ich heute abend also versuche, mit meinem hoffentlich funktionierenden Navi zum Flughafen zu finden, muss ich noch eine Menge Kram erledigen.

Insofern wünsche ich euch ein tolles WE!

*winke* eure Melli


 

2 Kommentare 9.10.08 12:31, kommentieren

Besuch von Marc

Nach der Arbeit am Donnerstag (09.10.08) startete ich entschlossen, um die letzten Vorbereitungen für Marcs Besuch treffen. Ich wollte ihm ein Touribusticket organisieren. Das sollte ja eigentlich kein Act sein. Am Fahrscheinautomat kann man ein solches zwar kaufen, braucht aber 210 SKK in Münzen, ziemlich schwer, so viele ranzubekommen bzw. mit sich rumzuschleppen. Also dachte ich, es ist einfacher, am Busbahnhof eines am Schalter zu kaufen. Dort wurde ich von 5 verschiedenen Stellen, bei denen keiner weder Englisch noch Deutsch sprechen konnte, mit wilder Gestik zur nächsten Person geschickt. Schließlich gab ich auf und bei meinem Hamstereinkauf im Kaufland bat ich die ca. 16-jährige Verkäuferin auf Englisch um Münzen und *tadaaa* konnte ein Busticket kaufen.

Marc sollte 22:50 Uhr ankommen, ich stand aufgeregt am Terminal und wunderte mich, wo er bleibt. Plötzlich rief jemand etwas enttäuscht meinen Namen, ich guckte hin und er war es *lächel* - ich hatte am falschen Terminal auf hin gewartet <img xsrc= Mit Marc kam zum Glück auch sein Gepäck an; wahrscheinlich weil er sich gegen das pinke Koffermodell mit hellrosa Punkten entschieden hatte (Ich habe dieses Drama immer noch nicht komplett überwunden *seufz*) Nach der Begrüßung sind wir in meine Wohnung gefahren. Dort habe ich mich sehr über ein tolles Buch und leckere Mozartkugeln als Mitbringsel  gefreut. Ich hatte ihm slowakische kulinarische Kleinigkeiten wie Kofola, the Slovakian way of Coke, gekauft. Jeden Tag beim Mittagessen trinke ich nämlich Kofolo und rate, an was mich der Nachgeschmack erinnert. Orange, Ricola-Bonbons oder Lakritz? Marc und ich haben uns beraten und Kofola hat deshalb einen Lakritznachgeschmack Am nächsten Tag waren wir lecker beim Italiener Mittag essen, bevor wir den Aupark (Shoppingcenter) erobert haben. Nachdem Marc die slowakische Wirtschaft angekurbelt hat, haben wir es uns wieder gut gehen lassen und waren in einem Restaurant Abendessen, welches Dschungelstil mit vielen Palmen, Korbstühlen und Aquarien eingerichtet war. Anschließend haben wir in einem sehr modernen Kino für  5 € Eintritt „Eagle Eye“ gesehen – wirklich sehenswert. Fast alle Filme werden in der Slowakei in ihrer Originalsprache (meist Englisch) mit slowakischen Untertitel gezeigt, sodass wir die Handlung gut nachvollziehen konnten.

Samstag war ebenso ein herrliches Wetter wie am Freitag – 22 Grad, blauer Himmel und Sonnenschein. Wir wollten das nutzen und entschieden uns für eine Sightseeingtour, die wir zunächst zu Fuß starteten.

Dort haben wir lustige Figuren in der Fußgängerzone entdeckt. Zu einem der Gaffer, der zufrieden aus dem Gulli lunzt. Da ihm bereits mehrfach der Kopf abgefahren wurde, weist nun ein Schild auf ihn hin. <img xsrc=


Zum anderen haben wir den schönen Náci entdeckt, der den Vorbeigehenden mit seinem Zylinder zuwinkt. Diese Figur erinnert an den Dandy im Frack, der viele Jahrzehnte in der Stadt unterwegs war und die people in Bratislava unterhielt.


Danach spazierten wir über die Novy Most, chillten ein bisschen auf einer Parkbank, tranken eine Eisschoki in einem Café. In der Innenstadt fiel uns auf, dass ganz viele Leute mit ihrem PC auf dem Schoß auf Parkbänken an öffentlichen Plötzen sitzen und WLAN nutzen. Scheinbar ist das in den Wohnungen noch nicht so verbreitet.  

Dann startete die Stadtrundfahrt in einem roten Gefährt. Marc und ich waren die einzigen Touristen an Board, die in den Genuss der auf CD verewigten, männlichen, österreichischen Stimme kamen, welche uns Bratislava erläuterte. Die Slowakei scheint besonders von einer Maria Theresia (Königin von Ungarn und der Slowakei) geprägt zu sein, im Grunde lässt sich fast jede wichtige Begebenheit mit ihr in Verbindung setzen…

Die Tour dauerte ca. 50 min und war echt interessant. Besonders toll war die Burg bzw. die Aussicht von dort. Die scheint das slowakische Parlament zu beflügelt, welches in den Gemäuern der nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebauten Burg tagt. Hier der Blick auf die Novy Most.

 

Die Altstadt ist von roten Dächern gekennzeichnet, wie man von der Burg aus super erkennen kann.

Bevor wir nach der Stadtrundfahrt in meine Wohnung gefahren sind, haben wir noch einen kurzen Stopp beim Präsidentenpalast, der mitten in der Stadt liegt, eingelegt. Wie ihr sehen könnt, ist die slowakische Flagge nicht auf dem Dach gehisst, der wichtigste Mann des Landes war in dem Moment also nicht vor Ort.

Direkt vor dem Präsidentenpalast befindet sich ein wirklich schöner Springbrunnen. Die Kugel stellt die Erde dar, auf der Friedenstauben abgebildet sind.


Sonntag war das Wetter dann leider total trüb und nebelig. Wir beschlossen, in den Aquapark im ca. 20 km entfernten Senec zum Baden zu fahren. Das Erlebnisbad war total schlecht ausgeschildert, aber eine Verkäuferin bei Lidl erklärte uns den Weg geduldig auf Slowakisch Für 3 Stunden musste man über 11 € Eintritt zahlen, dafür sollten einem 8 Wasserbecken und viele Rutschen geboten werden. Die Realität waren 6 Becken (das Auffangbecken der einzigen überdachten Rutsche mit dazu gezählt), die 2 anderen Becken konnten gegen Aufpreis mit der Sauna besucht werden. Im Außenbereich des Bades, der nur im Sommer genutzt werden kann, gab es ca. 12 andere witzige Rutschen, die aber leider nicht von Marc und mir getestet werden konnten *seufz* Zusammengefasst war das Bad also maßlos überteuert, aber das Planschen war trotzdem schön. Sonntag Abend haben Marc und ich groß gekocht.

Am Montag (13.10.08) war Marc fest entschlossen, einen Friseur aufzusuchen. Den fand er auch, aber die sprachen nur slowakisch. Für 7 € (im Vergleich: Norwegen 45 € für den Herrn) hat er nun einen ziemlichen Kurzhaarschnitt <img xsrc= Danach hat er sich im Supermarkt noch mit landestypischen Kleinigkeiten versorgt, bevor er langsam wieder seinen Koffer packen musste.

Abends waren wir sehr gut und romantisch beim Argentinier essen, allerdings war das kein Schnäppchen. Danach trafen wir uns noch für ca. 1 Stunde mit Marek, der auch in Bratislava wohnt und studiert. Marc hatte ihn bei seinem 2-monatigen Praktikum in Norwegen letztes Jahr  kennengelernt, die beiden wohnten zusammen. Ich hatte Marek und seine Freundin Boba dort auch zum ersten Mal getroffen. Es war echt nett, Marek zu treffen, der zur Zeit ein Praktikum in Wien macht. Boba und er wollen bald mit mir etwas unternehmen. Das ist super. <img xsrc=

Aber natürlich war die Stimmung etwas getrübt, denn am Dienstag sind Marc und ich 3 Uhr aufgestanden, dann habe ich ihn zum Flughafen gebracht. Wir haben uns verabschiedet. Ich sehe ihn in 2 Monaten und 5 Tagen wieder.


4 Kommentare 15.10.08 09:59, kommentieren

Socialisation

Auf Arbeit geht es in unserem Büro teilweise etwas chaotisch zu. Kein Wunder, denn Marika und Frau V. (meine Ausbilderin) sprechen mit mir Deutsch; unterhalten sich untereinander und mit Mirka (Psychologiestudentin, die mir gegenübersitzt) auf Slowakisch; während Mirka und ich uns auf Englisch verständigen. Besonders interessant wird es, wenn die Geschäftsführerin vorbeischaut, sie spricht ungarisch. Trotz dessen komm ich gut klar, die Leute sind wirklich lieb zu mir und versuchen mich bestmöglich mit einzubeziehen. Bisher war ich für Gewinnspiele schon 3 mal Glücksfee und musste Sieger ziehen <img xsrc= Außerdem war ich letzte Woche wieder mit im Außendienst. Wir haben die unterschiedlichsten Shops besucht und bei manchen frag ich mich wirklich, wie die auf ihre Umsätze kommen, da die Shops teilweise total zugestopft und unstrukturiert sind.

Letzten Mittwoch hatte ich mich auch sehr gut mit Mirka verstanden, deshalb war ich etwas irritiert, als wir am nächsten Tag nicht quatschen konnten. Als ich aber gehen wollte, fragte sie, ob ich nicht einen Kaffee mit ihr trinken gehen würde, in der Nähe wäre ein nettes Café. Ok, nichts wie hin. 10 min Fußweg und wir waren dort in einer Location für Studenten, sehr klein, in düsteren Farben gehalten, mit großen Fenstern. Ich bestellte mir eine heiße Schoki, eigentlich nichts Besonderes. Nur hier in der Slowakei bekommt man da nicht etwa eine Art Kakao, nein, das Ganze ist viel dickflüssiger; schmeckt und sieht schokoladiger aus. Mich erinnert das an dünnflüssigen Schokopudding

Mirka und ich saßen ca. eine Stunde in dem Café, dann zeigte sie mir die Wohnung ihrer Omi, in der sie mit wohnt und ich lernte Mirkas Katze kennen, die die ganze Zeit hingebungsvoll mit den Zierbändchen meiner Handtasche spielte. Mirka und ich guckten währenddessen Fotos an und surften durch Youtube, dass ich ziemlich vermisse, seit ich kein Internet mehr habe. Gegen 19 Uhr verabschiedete ich mich und fuhr heim.

Aber nicht nur das war letzte Woche ein Versuch, mehr Kontakt zu anderen zubekommen. Mitte der Woche habe ich mich getraut, Silvia vom VW-Praktikantentreffen wegen dem anstehenden WE zu SMSen – mit Erfolg. Freitag 18:30 Uhr trafen Silvia, Anna, Nicole und ich uns am Hauptbahnhof, um für Samstag (18.10.09) ein Zugticket nach Bratislava (insgesamt 9,50 €/Person) zu kaufen. Danach fuhren wir mit dem Bus zum Aupark, trafen dort noch Michael und spielten Billiard.

Nein, ich mutierte leider nicht zur Billiardqueen, aber das hat mein Ego verkraftet Danach wollten wir weiterziehen und woanders etwas trinken, also gingen wir wieder zur Bushaltestelle. Dann wollten wir 5 nacheinander in den Bus einsteigen, ich als Letzte. Ich hatte den Bus noch nicht ganz betreten;  war also noch beim Einsteigen, da schließt der Busfahrer die Türen und klemmt mir damit fast den linken Arm zwischen den Türen ein. Ich konnte ihn noch Herausziehen, aber das hat echt wehgetan. Busfahren in Bratislava ist also wirklich aufregend. (Zumal: als ich am selben Tag mit dem Bus zum Hauptbahnhof wollte, öffnete der während der Fahrt bei 60 km/h die Türen und fuhr unbeirrt weiter. Ein Glück hatte jeder einen Sitzplatz.)

Wir stiegen dann bei der Obochdna ulica (übersetzt: Einkaufsstraße); the place in Bratislava to be, wenn man abends ausgehen möchte, aus. Wir gingen in den Castum Pub und setzten uns an einen langen Tisch, an deren anderen Ende noch ein paar Typen saßen. Es dauerte nicht lange, bis wir feststellen mussten, dass diese Österreicher sind, da sie sich lautstark über Bilder auf einer riesigen, echt professionell aussehenden Kamera freuten. Wir gaben unsere Tarnung auf und gaben zu verstehen, dass wir Deutsche sind und wissen wollten, was das für Pics sind. Bereitwillig reichten sie das große Gerät rüber, nachdem sie scheinbar Fotos ausgewählt hatten, die wir zuerst sehen sollten.

Und nun die Preisfrage:  An welche Fotos denkt man in einem solchen Moment? In meiner heilen Welt hatte ich vorher noch naiv einen Witz gerissen, der in etwa lautete: „Ey, passt auf, dass sind bestimmt Pornobildchen!“  - wie Recht ich damit hatte!  

Zunächst waren auf den Bildern der, sagen wir mal, Leithammel der Truppe (der vielleicht ganz ansehnlich war, aber total arrogant rüberkam)  abgebildet, wie er eine Blondine in der Badewanne ziemlich fest im Griff hatte Danach folgten wirklich ästhetische Fotos von nackten Frauen an der Donau. Diese Bilder wirkten wirklich professionell und hätten für einen Kalender bestimmt sein können. Aber leider blieb es nicht dabei, es wurde immer pornografischer, natürlich ohne die Donau im Hintergrund. Die zeigten uns auch Pics vom Obermacho, wirklich mehr als intime Aufnahmen… Aber scheinbar war der Typ echt stolz darauf, seine Kumpel brabbelten etwas von „über 250 Frauen“, mit denen er bereits im Bett war. Ah ja, na dann. Ich dachte nur: „Viel Spaß beim Warten auf Ergebnis vom nächsten HIV-Test!“ Wir beendeten diese dubiose Begegnung, verabschiedeten uns  und ich war 23 Uhr zuhaus.

1 Kommentar 20.10.08 09:10, kommentieren