Melli in Suedafrika

Hallo zusammen,

da ich mich auf dieser Seite whaehrend der ersten tage in Suedafrika nicht einloggen konnte, habe ich einen neuen Blog eroeffnet. Der Link ist: http://melliinsuedafrika.wordpress.com

 *winke* eure Melli

1 Kommentar 18.2.09 08:32, kommentieren

Time to say goodbye...

Ich weiß, ein recht dramatischer Titel, aber egal, denn morgen gehts heim! Und auf was freu ich mich am meisten!? Auf Marc natürlich. Den 2. Platz teilen sich meine Familie und mein Hund Leo. Aber ich kann es auch kaum erwarten, über einen deutschen Weihnachtsmarkt zu spazieren, leckere Schokifrüchte zu naschen und wieder eine ordentliche Zeitung lesen.

Ich wünsche euch ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Vielen Dank, dass ihr meinen Blog gelesen habt. Je nachdem, wie die Internetverbindung in Durban ist, werde ich euch Ende Januar hier vielleicht mit einem "Sawubona" (Hallo auf Zulu ) begrüßen.  

Bis dahin! *winke* eure Melli

18.12.08 15:29, kommentieren

Mixed

Heut folgt ein Eintrag über alles, was ich euch unbedingt einmal mitteilen wollte, sich aber noch nicht in die bisherigen Texte einbauen ließ. Erwartet deshalb bitte keine thematischen Zusammenhänge oder groß durchdachte Überleitungen. Jetzt kommen hier knallhart aneinandergereihte Fakten:

Nicht nur Busfahren ist hier lebensgefährlich. Es kann schon ein Act sein, als braver Bürger routiniert unbesogrt den Zebrastreifen zu betreten. Irgendwie hält keiner (na gut, ich kenne eine Ausnahme: mich ) am Zebrastreifen an, während Fußgänger ihn überqueren wollen. Als mir das zu Beginn nicht klar war, musste ein Polizeiauto ziemlich scharf wegen mir bremsen, damit es dem Vorgesetzten keine nachhaltige Verformung der Kühlerhaube  rechtfertigen musste. 

Mein Bestellverhalten wird bei MC Donald`s in der Slowakei nachhaltig beeinflusst. Ich liebe Pommes mit Mayo. Verlangt man aber hier „Mayo“ wird die Vorfreude auf die ungesunde, kalorienreiche Paste getrügt, wenn man feststellt, dass man hier als Mayo eine Art Dill-Salatdressing zu seinen Pommes bekommt.

Alle weiblichen Vornamen enden hier auf „a“. Auch die Kosenamen. So wird aus „Mariá“ „Marika“, aus „Miroslana“ „Mirka“,… . „Melanie“ schien denen in der Personalabteilung nicht so recht zu gefallen. Es fiel ihnen wohl keine Verniedlichung mit a-Endung ein, also haben die aus mir auf meinem Mitarbeiterausweis einfach eine „Melaniá“ gemacht.

Ein normaler Arbeiter verdient in der Slowakei im Monat durchschnittlich 20.000 SKK = 660 €. Ein gut bezahlter Akademiker kommt auf ca. 30.000 SKK = 1.000 €. Ich finde das wirklich krass und frage mich, wie man hier davon gut leben soll. Umso ironischer kommt es mir vor, dass in Bratislava der 2. Christian Audigier-Laden mit Ed Hardy und Smet eröffnet hat. Kein Wunder, dass da nie jemand drinnen ist.

Apropos Geld. Wisst ihr, wie man hier versucht, Roma-Eltern zu motivieren, ihr Kind in die Schule zu schicken? Je besser die Noten, die Junior mit nach Hause bringt, desto mehr Kindergeld lässt der Staat für das Kleine springen – immer in 5 €-Schritten.

Wisst ihr, was mich jeden Tag aufregt? Die slowakische Tastatur mit ihren sinnlosen Sonderzeichen. Und die Höhe ist, die haben kein „w“ in ihrem Alphabet, dafür sprechen sie das „v“ als „w“ aus. Naja, aber in der Zeit der Globalisierung kommt man an einem „w“ wie im „www“ nicht vorbei. Deshalb ist es immer total lustig, wenn Slowaken Internetadressen ansagen.

Ein weiterer Aufreger ist die nicht vorhandene Mültrennung. Es wird nur das Gröbste getrennt: Papier, Glas (alle Farben in einen Container), Plastikflaschen (es gibt keinen Pfand) und Restmüll. Die arme Umwelt! Meine Vermieterin selbst trennt ihren Müll nicht, aber ich konnte das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren und hab meinen Müll immer ca. 500 m bergab zu den offiziellen Containern getragen. Vorbildlich, vorbildlich! *lol*

Im Gegensatz dazu noch eine süße Sache: Scheinbar kriegen die Slowaken nicht so oft Post und wenn, dann keine Rechnungen. Anders kann ich mir nämlich nicht erklären, wieso sie jeden Brief - ob von der Tante oder dem Boyfriend – als „Liebesbrief“ bezeichnen.

Und nun, zum Schluss, noch etwas, das in Deutschland besser klappt: die Dekoration in der Adventszeit. Das ist wirklich traurig. Von Schwibbögen an den Fenstern oder beleuchteten Tannenbäumen vor den Häusern fehlt jede Spur.  Ich freue mich schon auf Deutschland, denn da habe ich noch ganze 5 Tage, in denen ich alle Weihnachtsbräuche nachholen kann. Vom Plätzchen backen, mit den Kerzen der Pyramide spielen oder einfach nur finden, dass die schwarzen Räucherkerzen im Räuchermännchen doch am besten riechen, wird alles dabei sein.

*winke* eure Melli

17.12.08 11:12, kommentieren

Budapest Teil II: Party mit Mini-Primondo-Crew

Unser Megaparty-WE startete für mich am Freitag leider nicht wie geplant. Der Zug hatte eine Stunde Verspätung. Das drückte meine Stimmung. Irgendwann kam er aber doch und so hatte ich während der 2 ½ stündigen Fahrt die Chance, in meinem Reiseführer über Südafrika zu lesen. In Budapest angekommen, organisierte ich mir ein Ticket für den Nahverkehr und kam ca. 20:15 Uhr bei Tims Wohnung an, wo er und Lisa mich bereits erwartet hatten. Dann machten Lisa und ich uns schnell zurecht, schließlich hatten wir Großes vor.  Zunächst hatten wir aber Hunger, also spazierten wir durchs prächtig geschmückte Budapest zum „Vapiano“, wo wir uns die Bäuche mit Pasta vollschlugen.

Im Anschluss daran, fuhren wir mit dem Bus nach Budaörs, einer Vorstadt. Dort trafen wir Kristin, Tims Arbeitskollegin und deren Clique zum Vorglühen in einer Bar. Es ging mit Cocktails und Tequila los. Gegen Mitternacht steuerte unsere Truppe mit 2 Autos dann die Disco an, wobei wir aber vorher noch an einem Shop hielten, um uns mit Alkohol auf der Fahrt zu versorgen. Tim organisierte uns leckeren Sekt. Währenddessen hatte ich Müh&Not, Kristins Kumpel Ritchie auszuweichen, dem nichts zu peinlich war, sich mir zu nähern. Die anderen fanden das Schauspiel ziemlich amüsant, ich nicht so.

Als wir dann die Disco mit 3 Floors betraten, waren alle ganz gut dabei. Die Musik war auch in Ordnung. Einen Unterschied zu Deutschland stellten Lisa und ich aber schnell fest: es ging tatsächlich nicht ums Sehen&Gesehen werden, sondern einfach nur ums Spaß haben. Cool! Irgendwann gegen 3 war es aber doch nicht mehr sooo cool. Ritchie machte inzwischen vor nichts und niemanden mehr Halt und tanzte wohl  in eindeutigen Posen 2 wildfremde Typen. *upps* Dabei zog es auch noch seine Strickjacke aus und stand beinah im Unterhemd da… Keine Ahnung, ob die Typen aggro waren. Offensichtlich gefiel ihnen das nicht und was passierte? Schlägerei! Ich sah noch nur Tim und einige andere, die versuchten, die Leute auseinander zu bekommen. Blitzschnell war aber die Security da, die nicht gerade glimpflich mit den 2 anderen Typen umging. Jedenfalls brachte das Sicherheitsteam die Jungs raus. Das war der Startschuss zum Aufbruch. Nach einem kurzen Sit-in bei MCens lag ich 4:30 Uhr neben Lisa auf dem Sofa.

11 Uhr klingelte der Wecker für Lisa und mich. Wir wollten ins West-End-Shopping-Center und ließen Tim schlafen. Zunächst aßen wir Mittag, ließen uns durch die Tatsache, doch nicht die letzten Weihnachtsgeschenke in Budapest ergattert zu haben, beirren und spazierten durch die Innenstadt, wo ich Lisa ein paar wichtige Gebäude zeigte. Danach fuhren wir mit der ältesten Ubahn au fdem europäischen Festland, der M1. Hier seht ihr Lisa an der historischen Ubahnstation.

Unser Ziel war der Heldenplatz.

Dort in der Nähe befindet sich auch eine berühmte Therme, die wir uns von außen anschauten. Dann ging es wieder zurück in die Stadt, wo wir uns eine heiße Schoki gönnten. Inzwischen war es bereits 16:30 Uhr, Zeit nachzusehen, ob Tim sich noch in der Tiefschlafphase befindet. Wir öffneten die Tür, er war wach. Aber dann beschlossen Lisa und ich uns auch hinzulegen, nur kurz, da kann man ja auch gut qutaschen. Letztendlich sind wir 18:45 Uhr wieder aufgewacht. *lol*

Weil es uns am Vorttag dor so gefallen hatte, steuerten wir 3 abends wieder das „Vapiano“ an. Dort verbrachten wir auch mit einer guten Unterhaltung und Cocktails die erste Hälfte des Abends. Gegen 22 Uhr bummelten wir dann über den Weihnachtsmarkt. Bei Glühwein rückte so mancher mit Stories aus seiner Jugend raus. Als es kalt wurde, gingen wir wieder zu Tim. Lisa und ich quatschten noch bis 1:30 Uhr, dann war Ende im Gelände.

Am Sonntag standen wir 10:30 Uhr auf und wollten nach Buda. Budapest entstand im 13. Jh. Aus 2 Städten: Buda (wo sich die Burg auf einigen Hügeln befindet) und Pest, wo das Parlamentsgebäude steht. Die Donau bildet die Grenze.

In Buda gibt es einen Aussichtsturm, von dem aus man einen tollen Blick über Budapest hätte. Tim wollte uns den zeigen. Also fuhren wir mit dem Bus dorthin. Das Wetter war ja das ganze WE über nicht gerade bilderbuchmäßig gewesen, aber als wir auf dem Hügel waren, konnten wir vor lauter Nebel nichts sehen – schade. Nun gut. Wir ließen uns davon nicht die Laune verderben und gingen ganz in Ruhe Mittag essen. 14 Uhr waren wir wieder in Tims Wohnung, wo ich mich 14:45 Uhr auf zum Bahnhof machte. Dort fuhr der Zug mit 20 min Verspätung los. Letztendlich war ich 19 Uhr in meiner Wohnung.

*winke* eure Melli

16.12.08 09:15, kommentieren

Die slowakische Garde

Zum Wochenende möchte ich euch mal den Dresscode der recht starren Herren vor dem Präsidentenpalast vorstellen. Hier seht ihr die slowakische Garde. Sie halten immer von 8 bis 16 Uhr Wache, wenn der Präsident im Haus ist. Alle 2 Stunden steht der Schichtwechsel an, dann führen die Jungs eine spezielle Choreographie auf. Sie sind nebenbei bei der slowakischen Armee angestellt.


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

*winke* eure Melli

12.12.08 10:29, kommentieren

Goodbye VW-Crew

Am Freitag (12.12.) starten im Bratislavaer VW-Werk die Betriebsferien. Deshalb hieß es diese Woche, sich von der VW-Crew zu verabschieden. Gestern war es dann bei einem thailändischen Kochabend in Silvis Wohnung soweit.

Nicole und Silvi schnibbelten und brutzelten ganz wild, dann war das leckere, aber recht scharfe Essen fertig. Letztendlich kam es nach einem Film so ca. 22 Uhr zum großen Abschied.

Thanks to...

...Silvi, dass sie mich gleich nach der ersten Begegnung total gut mit in die Gruppe integriert hat. Ohne ein abendliches Unterhaltungsprogramm oder die Städtetrips wäre ich sicherlich hier versauert!

...Anna, für ihren trockenen Humor und das bemerkenswerte Posing , auf der Budapester Burg.

...Stefan, den besten Langos-Koch und sein Engagement uns Budapest möglichst nahe zu bringen.  

...Nicole, für eine sensationell unterhaltsame Zugfahrt  von Budapest nach Bratislava. 

*winke* eure Melli

2 Kommentare 10.12.08 10:25, kommentieren

Schimmelbekämpfungseinheit

Freudige Nachrichten zum Beginn der Woche: meine Vermieterin kam gut erholt aus dem Urlaub zurück. So gut, dass sie überhaupt nicht böse wegen dem Schimmel war. Nein, im Gegenteil.

Ungeahnter und unterschätzter Weise zeigte sie ihre handwerkliche Seite, kam mit einem Schraubenzieher, kurbelte an der Heizung, es rauschte. Sie ließ das Wasser in der Heizung ab, weswegen sie nicht funktionierte. Und siehe da, nun ist es richtig warm in meiner Wohnung. Zwischenzeitlich hatte ich echt vergessen, wie es ist, ohne 4 Klamottenschichten durch die Zimmer zu laufen.

Jedenfalls rückt sie dem Schimmel heute, während ich mich auf Arbeit brav an der Verwirklichung meiner Lernrziele versuche, mit diversen stinkenden Chemikalien auf die Pelle. Sie ist nun also die offizielle Schimmelbekämpfungseinheit!

Davon abgesehen war mein WE recht highlightlos. Aber das macht nichts. Ich war einkaufen, hab aufgeräumt, viel geschlafen und Akten sortiert. Außerdem steh ich noch immer ohne den Großteil der Weihnachtsgeschenke da und hab mich am WE auch nur für eine Stunde dazu aufrappeln können, etwas für die Projektarbeit zu tippen. So viel zu den guten Vorsätzen.

Falls ihr euch etwas für diese Woche vorgenommen habt, hoff, ich, dass eure Umsetzung der Ziele besser klappt! In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Woche!

*winke* eure Melli

1 Kommentar 8.12.08 12:22, kommentieren